Samstag, 17. November 2012

Tri - logische Handlung

Aus der Kinowelt weiß ich, dass sich jede Handlung die sich für wichtig nimmt, wenigstens eine Trilogie sein muss! Die Wichtigkeit meiner Behandlungsmaßnahme ist mir zwar durchaus bewusst, allerdings möchte ich keinen Kinofilm daraus entstehen lassen. Parallelen zu der von mir gewählten dreimaligen Anwendung und einer dreiteiligen Kinoepisode, sehe ich daher als völlig zufällig. Um den Zusammenhang zu meinem ersten veröffentlichten Erfahrungsbericht einer homöopathischen Anwendung bei Kübelpflanzen wieder herzustellen hier nochmal in Kürze: Das ganze soll eine vorbeugende und kurative Behandlung zu einer Pseudomonas Bakteriose an Oleander sein, sowie der Peak Spot Blattflecken Krankheit bei Olivenbäumen.
8. November 26 Globuli Sulfur C30 und 26 Globuli Aconitum C30, wie im letzten Post beschrieben aufgelöst und mit 100 Liter Wasser auf die Pflanzen und leicht auch auf die Erde versprüht.
13. November das Ganze mit 26 Globuli Sulfur C200 und 26 Globuli Aconitum C30 wie oben in 100 Liter Wasser gelöst und auf Oleander wie Olivenbäume versprüht.
Letzte Anwendung am 15. November mit 26 Globuli Sulfur C30 und 26 Globuli Aconitum C30 in 100 Liter Wasser gelöst und versprüht.
Dies ist keine wissenschaftliche Studie. Demnach fehlt natürlich auch ein Kontrollbestand, der unbehandelt bliebe. Die Dokumentation meiner Anwendungen soll sich auf diese Blog Einträge beschränken. Wer also meine Vorgehensweise mit Homöopathie an Kübelpflanzen verfolgen möchte, der muss diesen Blog lesen. Ganz einfach. Auffälligkeiten oder Beobachtungen hinsichtlich eines besonders vitalen Wachstumsfortschrittes werde ich natürlich an dieser Stelle berichten.

Montag, 12. November 2012


Irgendwie scheint es eine schier unendliche Geschichte zu werden,  homöopathische Mittel den Pflanzen etwas näher zu bringen. Vielleicht tue ich das ja auch und bemerke lediglich die Reaktion der Gewächse auf die feinstofflichen Dosierungen dieser Mittel nicht. Ich möchte diese Plattform deshalb nutzen, um meine Erfahrungen mit homöopathischen Mitteln an Kübelpflanzen in meiner Gärtnerei öffentlich zu machen. Und hier mein Plan:

Ich arbeite in der Regel mit C30 Potenzen. Nach Christiane Maute bereite ich eine medizinische Grunddosis von 8 Globuli auf 150ml Wasser zu und verrühre diese. Danach verrühre ich dieses Gemenge auf 30 Liter Wasser. Ausgebracht werden die Mittel mit der Gießkanne oder in den meisten Fällen mit einer Motorkolbenspritze, Fassungsvermögen 100 Liter. In diesem Fall sind es 26 Globuli, die ich mit 500ml Wasser ansetze. Dies ist also die sehr spröde Beschreibung mit Zahlen, um dem interessierten Leser und möglicherweise mitgrübelnden Pflanzenliebhaber ein Bild zu verschaffen, wie ich bei meinen homöopathischen Behandlungsmaßnahmen vorgehe. Wenn ich alle Pflanze auf der gesamten Fläche von ca. 1300qm besprühe, brauche ich etwa 200 Liter Spritzbrühe. Dabei handelt es sich hauptsächlich um Gewächse in einer Höhe von 1m bis 3m.
 
Die erste Anwendung war - nein, eigentlich war die erste Anwendung dieser Überwinterungssaison eine Silicea C30 Anwendung. Alle Pflanzen wurden in o.g. Form besprüht, zum Teil auch die Erde der Töpfe benetzt. Zielrichtung gab es keine. Ich erinnerte mich an die Kieselpräparat Spritzungen, die bei Maria Thun beschrieben wird und Silicea bringe ich damit in Verbindung.
Die erste vorsätzliche Anwendung richtete sich gegen Pseudomonas  an Oleander, sowie Peak Spot Blattflecken an Oliven. Dabei kamen 13 Globuli Aconitum C30, sowie 13 Globuli Sulfur C30 zum Einsatz. 100 Liter Spritzbrühe, Ausbringung wie oben beschrieben. Ein sichtbares Ergebnis erwarte ich garnicht, da zumindest die Pseudomonas Probleme in der Regel erst ab Februar auftreten. Genauso der Blattfall bei manchen Olivenbäumen. Ich möchte diesmal die Pflanzen gerne stärken und diese Anwendung soll mein erster Beitrag dazu gewesen sein. Die Ausbringung erfolgte am 9.November. Ich habe nun die Idee, eine zweite Spritzung evtl. mit einer C200 anzuwenden. Von einer Heilpraktikerin hörte ich, dass dies manchmal bei Menschen ein probater Behandlungswechsel sei. Ich freue mich über jeden Kommentar.... naja, sagen wir mal über jeden sachlichen Kommentar.

Samstag, 11. Februar 2012

Eiszeit





Seit Tagen geht das nun schon so, dass ich von meinen Pflanzengästen immer wieder gefragt werde, was denn nun los sei, da draußen! Gemeint ist wohl die eisige Wetterlage und damit verbunden natürlich auch die Tatsache, dass in den Gewächshäusern die Lüftung garnicht mehr aufgehen mag. Stattdessen laufen die Heizungen auf Hochtouren. Die mediterranen Gewächse stehen ganz entspannt im Glashaus, erwachen langsam aus ihrer winterlichen Starre und wundern sich, dass nicht alles eitel Sonnenschein um sie herum ist. Wo sie doch nun gerne einen auf Frühling machen wollten! Ja bin ich ein Wettermacher?!! Ich bräuchte dieses Winterwetter nicht!!!
Wenn es nach mir gegangen wäre, dann hätten wir den winterlichen Vorfrühling der vergangenen Monate ruhig weiter pflegen können. Meinetwegen bis Ende März. Und ab dann Sommer! Also an mir sollte es nicht liegen! Stattdessen wieder diese ewigen Unmutsäußerungen. Nicht mal eine Beschwerde, nur immer wieder ein ganz subtiler Seitenhieb der Pflanzen. Eine kleine Spitze. Da fällt mal wieder ein Schwall Blätter vom Olivenbaum, dort wieder braune Blatttupfer am Oleander. Ein untrügliches Zeichen, dass es manchen Pflanzen nun zu lang wird. Winterfreizeit schön und gut, aber nun ist es genug, so in etwa kann ich dieses hintergründige Gegrummel interpretieren. Aber anstatt sie Ihren Unmut klar äußern, kommen die Pflanzen von hinten. Und obgleich ich es schon gewohnt bin, jedes Jahr im Februar/März das Gleiche, so kann ich diese Art der Unzufriedenheit immer noch nicht gelassen hinnehmen. Ich tu so, als hätte ich nichts bemerkt und kümmere mich weiter um die Pflanzengäste, wie gewohnt. Schneiden, ausputzen, gießen und seit Kurzem auch wieder düngen. Auch homöopathisch hab ich angefangen, manche Gewächse zu behandeln. Zwar experimentiere ich im Moment nur an meinen eigenen Pflanzen damit. Aber es kann sich sicher ausweiten, wenn ich mal Erfahrung gesammelt habe. Vielleicht find ich dann auch mal ein Komplexmittel für depressive Pflanzengäste, damit sich nicht immer diese miese Grundstimmung einstellt im späten Winter.

Aber irgendwann wechselt das Wetter sein Gesicht und plötzlich ist auch bei den Pflanzen wieder alles Sonnenschein. Alles wächst und gedeiht wie der Teufel und ich komm mit der Pflege kaum noch hinterher. Auch das ist jedes Jahr das Selbe. Und trotzdem freut es mich immer wieder, dass meine Wintergäste in der Gärtnerei über eine lange Zeit so eine Ruhe ausstrahlen, dass es kaum auszuhalten ist. Naja, und dass es dann auch mal gut ist, mit der gleichmüten herumsteherei, das kann ich irgendwo dann auch verstehen.
Den Pflanzengästen geht es trotz aller Meckereien gut, sie erwachen langsam aus ihrer Winterlethargie und erwarten nun das übliche Wellness Programm für die nächsten Wochen. Genügend Wasser, viel Dünger zur allgemeinen Stärkung und dann und wann eine kleine Ungeziefer Behandlung mit pflanzlichen Mitteln. Ob die Pflanze im Allgemeinen kannibalistische Gedanken hegt, wenn sie mit Pflanzentees besprüht wird, entzieht sich noch meiner Kenntnis. Ein interessanter Gedanke wäre dies aber allemal.

Samstag, 14. Januar 2012





Es scheint wirklich nicht viele Frauen zu geben, die von sich behaupten würden, dass Sie sich nach einem Friseurbesuch zufrieden und glücklich im Spiegel betrachten könnten. Dieses Phänomen wird sich mir als Mann wohl nie erschließen. Vielleicht spielen sich in den Köpfen mancher Frauen dann Szenarien ab, die sie völlig entstellt und nicht mehr wieder zu erkennen fluchtartig aus dem Frisiersalon flüchten lassen. Ich möchte auch überhaupt nicht weiter hinterfragen, warum diese Ängste bei uns Männern wohl eher sehr selten aufzutauchen scheinen. Als ich heute jedoch an meinen alt ehrwürden Olivenbäumen dieses alljährliche Schnittritual vollzog, musste ich kurzzeitig an die schon angesprochenen weiblichen Friseurtraumata denken. Wie gut, dass es im Pflanzenreich nicht ganz so genau geht mit der Geschlechtlichkeit. Im Falle der Olive bedeutet das, dass männliche und Weibliche Blüten auf einer Pflanze vereint sind, somit würde sich im Falle einer menschlichen Regung die Befindlichkeit in dieser Angelegenheit zwischen Männern und Frauen in etwa ausgleichen. Vermutlich aber reagieren die Pflanzen sowieso ganz anders und womöglich viel fortschrittlicher als wir Menschen dies auf solche Äußerlichkeiten tun würden.
Ich möchte an dieser Stelle meine gärtnerische Arbeit durchaus veröffentlichen. In der Gewissheit, dass die Pflanzen nicht nur souverän damit umgehen können, sondern viel mehr auch diesen winterlichen Frühjahrsschnitt als kräftigende und vitalisierende Maßnahme anerkennen..... wenngleich eine leichte Unsicherheit über die Reaktion der Pflanzen bleibt.

Montag, 21. November 2011

Vorwinterliche Herbstlichkeit



Endlich wieder Sonne! Die Safran Pflanzen recken ihre Blatthalme nach der Sonne und ich hoffe, dass sie sich noch zu der ein oder anderen Blüte aufraffen können! Langsam reifen die Kaki Früchte aus und die Oliven färben sich von einem silbrigen Grün in ein faszinierendes Schwarz. Es ist schon ein Erlebnis, die herbstliche Reifezeit zu beobachten. Pflanzen, die sich fertig machen um sich für den Winter schlafen zu legen, neben Gewächsen, die ihre Blütenpracht immer noch zur Schau stellen, als wäre noch keine Rede von winterlichen Temperaturen und kurzen Tagen. Ich jedenfalls nutze die Zeit, um schon die ersten Aussaaten fürs kommende Frühjahr zu machen. Welche Kräuter und Gewürzpflanzen Sie dann erwarten dürfen, das bleibt noch ein kleines Geheimnis. Außerdem weiß ich es selber noch nicht. Erstmal müssen die Gewächse wachsen und gedeihen. Und dann kann ich einen Überblick machen, wie wir gemeinsam in die nächste Marktsaison gehen können.

Mittwoch, 16. November 2011

Der Nebel und die Geduld

Nebel, Nebel Nebel!! Ich bemühe mich ja, all den Pflanzengästen aus südlichen Regionen einen angenehmen Winteraufenthalt zu bereiten. Aber ich gebe zu, dass uns das Wetter derzeit auf eine harte Probe stellt. Während nicht weit von hier im Alpenvorland vermutlich die Rehe, Hirsche und die Zwischensaisonschnäppchenurlauber in der Sonne fläzen, ist es hier unter der Münchner Nebeldecke wie in einem Eiskeller. Wenig Licht, wenig Temperatur und die Pflanzen sind nicht mal mit wärmender Heizungsluft zufriedenzustellen. Herbstdepression droht sich bei den Pflanzengästen breit zu machen. Keiner der sonnenliebenden Gewächse hat so richtig Lust auf gute Laune. Ich tue das, was ein professioneller Animateur eben macht, wenn die Stimmung zu kippen droht. Ich erscheine mit einer sonnigen Laune bei den Gewächsen. Schneide ganz sachte an ihnen rum und reiße sie außerordentlich vorsichtig aus ihrem gewohnten Wurzelbett, um sie mit neuer frischer Erde zu versorgen. Unter stöhnen, ächzen und wehklagen sind beide Seiten (Gärtner wie Pflanzen) dann froh, wenn dieses Prozedere wieder geschafft ist. Aber wer schön sein will, muss dieses Umtopf Ritual eben über sich ergehen lassen. Und um den Gewächsen für den kommenden Sommer schon jetzt die allerbesten Startbedingungen zukommen zu lassen, gibt es meinerseits eine nicht ganz unruppige Vorgehensweise mit Hilfe von Schere und Spaten. Und als hätte ich es geahnt, zeigt sich der erste Zitronenbaum schon mit Blüte!

Also gut. Das finde ich nun zwar auch etwas übertrieben. Aber ich sehe zumindest einen guten Willen bei den Pflanzengästen erkennbar. Besser als ein guter Wille wäre allerdings ein kleinwenig Sonne! Dieses Wetter zeigt mir wieder, dass ein guter Gärtner im Grunde nicht viel Können aufweisen muss. Wichtig ist, dass er Geduld hat..... und irgendwann werde auch ich ein guter Gärtner, sicher!

Donnerstag, 3. November 2011

Wieder da!



Und jetzt sind fast alle Pflanzengäste wieder da!! Viele bekannte Gesichter - nein, wie sagt man da? - viele bekannte..... dings.... also.... Pflanzen haben es sich gemütlich gemacht in den Gewächshäusern. Die meisten Gäste kenne ich. Manche sind etwas fülliger geworden. Das darf man bei Pflanzen zum Glück ungeniert kommentieren. Nicht so wie bei uns Menschen, wo man sich mit solch einer unbedarften Bemerkung meist sehr böse Blicke einfängt. Alles in Allem sind erneut viele Pflanzengäste dabei und nun kann der Winter beginnen. Vermutlich wirds wieder damit losgehen, dass alle von dem stressigen Sommer erzählen. Von dem Durst und von dem beißenden Hunger, wenn es Wochenlang keinen Dünger gibt. Von der himmlischen Ruhe in den Ferien oder in den anderen Zeiten wo die Familie gen Süden abgereist ist. Zurück bleiben immer scheinbar vernachlässigte Pflanzen, die es sich dann aber so richtig gut gehen lassen. Sie magern dann zwar sichtlich ab, lassen viele Blätter fallen und stellen die Blüte ein. Aber dafür stehen die Gewächse in dieser Zeit auch nicht unter Leistungsdruck. Viele Pflanzenbesitzer glauben einfach, dass ihre Pflanzen um jeden Preis üppig wachsen müssten, immer blühen und Tag ein Tag aus einfach toll aussehen sollten. Dass einer Pflanze so eine Art der Fürsorge lästig sein könnte, auf diese Idee kommen diese Menschen meist garnicht.
Da habens die Kübelpflanzen im Winter gut. Sie stehen bei mir in der Gärtnerei, bekommen die nötige Fürsorge, kulinarisch wie sozial, und bleiben ansonsten von mir unbelästigt. Was bleibt, ist die große Vorfreude mit der alle Beteiligten in die Winterfreizeit für Kübelpflanzen einziehen. Und was sich da für Dinge abspielen in meiner Pensionsgärtnerei, das will ich Ihnen in den nächsten Wochen wieder schildern.